Eine Krise zu viel – DRV ernennt Scorpions Head-Coach Müller zum Bundestrainer

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Der Sport in Deutschland ist derzeit wie gelähmt. Der Grund dafür ist die aktuell wütende Corona-Krise. Dabei hat das Ganze auch Auswirkungen auf den Rugbysport. Während die Leipzig Scorpions derzeit erfolgreich im Heimbetrieb an der eigenen Fitness arbeiten, treten an anderer Stelle im Bundesgebiet deutlich gravierendere Probleme auf.

Nachdem die deutsche Rugby-Nationalmannschaft in letzter Zeit trotz aller Kraftanstrengung nicht immer mit großen Erfolgen von sich reden gemacht hat, nutzt der Deutsche Rugby-Verband die auferlegte Spielpause für einen personellen Neuanfang. So war von der Suche nach einem neuen Bundestrainer aus Verbandskreisen zuhören. Dabei setzte die DRV-Führung die Ziele klar an. „Wir wollen den deutschen Rugbysport endlich auf das Niveau heben, auf das er gehört – nämlich ganz nach oben“, sagte DRV Präsident Harald Hees. Dabei richteten sich die Blicke des Spitzenverbandes ins gesamte Bundesgebiet. Auch die Juwelen im kleinen beschaulichen Rugby-Verein aus der Leipziger Messestadt blieben nicht unentdeckt. So wurde heute bekannt, dass der Deutsche Rugby-Verband den Scorpions Head-Coach Falk Müller als Bundestrainer verpflichten möchte. „Mit Falk Müller verbinden wir Tradition und moderne Trainingsmethoden in einer Person, gerade nach dem grandiosen Match am vergangenen Wochenende gegen die Spielgemeinschaft der Berlin Bruisers/Grizzlies besteht für uns kein Zweifel mehr an der Notwendigkeit Müllers als Bundestrainer“, so Hees. 

Der Leipziger Müller ist wahrlich kein Unbekannter. Nachdem er selbst als Nationalspieler in der DDR aktiv war, begleitete er vor wenigen Jahren den Leipziger Erstligaverein Rugby Club Leipzig auf den Weg in die erste Bundesliga. Im Jahr 2014 gründete er zusammen mit weiteren Mitstreitern den Rugby-Verein Leipzig Scorpions. Konsequente Führung und permanente Orientierung am Willen der Mannschaft sind nur einige seiner Stärken, die ihn für den DRV zum Traumkandidat gemacht haben. Für Falk Müller, Inhaber eines nationalen Dienstleistungsunternehmens eröffnen sich mit der neuen Aufgabe auch neue langfristige Jobperspektiven. Müller selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. In internen Kreisen wurde er nur mit den Worten „Hach, ich bin noch ganz übermannt“ zitiert.  

Für den Verein und die Männermannschaft richten sich nun die Blicke in die Zukunft. Was passiert in der Zeit nach Müller. Dieser Frage gingen in den vergangenen Wochen Vorstand und Spielerrat gemeinsam nach. Die Antwort war klar: Der frisch gebackene C-Lizenz Trainer Nizar Mutlu wird mit sofortiger Wirkung die Leitung der Männermannschaft übernehmen. „Wenn einer auf die genauen Bedürfnisse und Wünsche unserer Spieler perfekt eingehen kann, dann ist das Nizar. Der Kerl hat den Verein gefühlt mitgegründet und ist für mich Vereinseigentum. Wenn jemand unser Spielsystem verinnerlicht hat und das Team nach vorn bringen kann, dann er“, sagte der Kapitän der Leipzig Scorpions Markus Pabst. Wenn auch selbst noch als Spieler aktiv wünschen wir Mutlu alle Gute für die kommenden Aufgaben.

Neben Nizar Mutlu wird auch sein Bruder Zafer in die Herren-Führungsriege aufsteigen. Als Co-Trainer wird Zafer nach besten Kräften an der positiven Entwicklung des Vereins mitwirken. Mit der neuen Aufgabe der mutigen Mutlus entsteht eine große Lücke im Nachwuchsbereich. Trotz der bisherigen Arbeit als Co-Trainer der Herrenmannschaft wird der Gothaer Martin Fialik den Bereich Nachwuchsarbeit übernehmen. Der Scorpions-Wonneproppen wurde schon lange für diese Position gehandelt. „Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben, vor allem die Sturmarbeit wird in den nächsten Monaten ein großer Punkt unserer Trainingsarbeit sein. Kontakttraining wird das A und O sein, wir werden ein vollständig neues Spielprinzip etablieren. In aller Deutlichkeit möchte ich betonen, wie wichtig die Nachwuchsarbeit eines Vereins ist. Dort sollte der Fokus liegen.“ so der frisch gebackene kühne Kindertrainer Fialik. 

Die gesamte Vereinsspitze der Leipzig Scorpions wünscht den frisch gebackenen Trainern alles Gute und beste Erfolge bei den in Zukunft zu bestehenden Aufgaben. „Wir haben ein Spitzenteam aufgestellt. Mit dem Weggang von Falk Müller können die Jungs an einer notwendigen Professionalisierung arbeiten“, sagte der Vereinspräsident Jens Köhler. Für die Leipzig Scorpions geht nun das Training im Homeoffice weiter. Klares Ziel für die Mannschaft bleibt der Aufstieg in die Bundesliga. Die Weichen sind gestellt. Dem neuen dynamischen Team stehen alle Chancen offen.

Jens Köhler

Jens Köhler

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Der Rugby-Verein Leipzig Scorpions ist ein Rugby-Verein in Leipzig-Mockau. Sport im Leipziger Osten steht bei uns im Fokus.

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