DRJ-Pressereferent Jens Köhler: “Kommunikation aus DRJ verbessern”

Rugby.de sprach mit unserem Vorsitzenden Jens Köhler über seine neue Aufgabe als Stellvertretender Jugendwart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Rugby-Jugend (kurz: DRJ-Pressereferent). Er berichtet über seinen Posten und seine Ziele sowie seine weiteren Rugby-Aktivitäten.

Wir wollen das Interview mit einer persönlichen Vorstellung beginnen. Kannst du dich den Lesern kurz vorstellen?

Mein Name ist Jens Köhler. Ich bin 25 Jahre alt und komme aus Leipzig. Beruflich bin ich als Offizier der Bundeswehr in Ingolstadt stationiert, pendle aber jede Woche zwischen meinem Dienstort und meiner Heimatstadt Leipzig.

Du arbeitest jetzt ehrenamtlich für den DRV, kannst du uns die wichtigsten Eckpunkte deiner Rugby-Karriere darstellen?

Ich habe selber fast acht Jahre Rugby gespielt. Zuerst beim TSV 1893 Leipzig-Wahren und nach der Ausgründung der Rugby-Abteilung beim Rugby Club Leipzig. 2004 wurde ich mit meinem Rugbyteam Deutscher Meister in der Altersklasse U14. Bereits während meiner aktiven Rugbyzeit haben mich die Organisation und das Management besonders interessiert. Dies führte dazu, dass ich durch den damaligen Landesverbandsvorsitzenden Jürgen Weber auf verschiedene Lehrgänge wie Gruppenhelfer und Jugendleiter des Landessportbundes Sachsen entsendet wurde. Der Höhepunkt meiner Rugbykarriere „neben dem Platz“ war der Abschluss der Vereinsmanager C-Lizenz (Äquivalent zur Trainer C-Lizenz im Rugby, Anm. d. Red.). Derzeit absolviere ich die Vereinsmanager B-Lizenz. Seitdem bin ich ehrenamtlich für den Rugby-Sport aktiv. Dazu war ich fünf Jahre im Präsidium der Deutschen Rugby-Jugend, vier Jahre stellvertretender Vorsitzender im Rugby-Verband Sachsen, zwei Jahre im Vorstand des Rugby Club Leipzig und bin seit 2014 Vorsitzender des Rugby-Verein Leipzig Scorpions.

Damit kehrst du also nach Aufgaben auf der Vereins- und Landesebene zurück zur DRJ und übernimmst die Aufgabe des Pressereferenten zum zweiten Mal. Was hat dich dazu bewogen erneut zu kandidieren?

Während meiner Tätigkeit im Rugby-Verband Sachsen habe ich die Website erarbeitet und mich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gekümmert. Im Rugby Club Leipzig habe ich zusätzlich zu meiner eigentlichen Tätigkeit intensiv Social-Marketing in Form von Facebook betrieben und habe dabei Beiträge veröffentlicht sowie Werbemaßnahmen durchgeführt. Darüber hinaus habe ich Artikel über den Verein und den Landesverband für totalrugby.de geschrieben. Mit der Gründung des Rugby-Verein Leipzig Scorpions und meiner Funktion als Vorsitzender baute ich den Kontakt zur Presse auf. Zahlreiche Pressemitteilungen und Berichte konnten erfolgreich „platziert“ werden und wurden in der Tagespresse veröffentlicht. Aufgrund dieser zahlreichen Erfahrungen war es nur folgerichtig, mich für dieses Amt zu bewerben. So kann ich den DRV bei der öffentlichen Wahrnehmung erneut unterstützen. Zumal die Arbeit hier auch mehr gewürdigt und wertgeschätzt wird.

Hattest du nach deinem Abschied aus dem DRJ-Präsidium im Jahr 2012 weiterhin Kontakt zur Bundesebene?

Ja, natürlich. Die Landesverbände sind die Schnittstelle zwischen den Vereinen und dem Spitzenverband (DRV/DRJ/DRF, Anm. d. Red.). Ich habe an den Arbeitstagungen der DRJ sowie an dem alljährlichen Deutschen-Rugby-Tag und Deutschen-Rugby-Jugend-Tag teilgenommen und dort den Landesverband vertreten. Im Rahmen meiner Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender im Landesverband habe ich mich um die Planung der Trainerlehrgänge gekümmert und hatte dort vor allem Kontakt mit DRV-Vizepräsident Carsten Segert. Im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit arbeitete ich oft mit dem DRV-Pressereferenten Matthias Hase zusammen.

Was sind deine Aufgaben in der DRJ? Welche Pläne hast du?

Die Aufgaben sind dieselben wie in meiner ersten Amtszeit von 2007 bis 2012. Der Kern des Auftrags bleibt die öffentliche Präsentation der Deutschen Rugby-Jugend. Geändert hat sich nur, dass es jetzt eine sehr gute informative Website und mit Matthias Hase einen engagierten Pressereferenten im DRV gibt. Das ist eine große Arbeitserleichterung. Weiterhin besitze ich jetzt mehr Kenntnisse über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Meine Hauptaufgabe wird die Erstellung von Pressemitteilungen und Berichte über die Aktivitäten der Deutschen Rugby-Jugend und seiner Mannschaften sein. In der Vergangenheit wurden die Nachwuchsaktivitäten des DRV nicht so präsentiert, wie ich es mir vorstelle. Hier werde ich versuchen die Kommunikation aus der DRJ heraus zu verbessern, um mit Vor- und Nachberichten sowie Ergebnispräsentationen Rugby-Deutschland auf dem laufenden Stand zu halten. Dabei arbeite ich stets eng mit dem DRV-Pressereferenten zusammen. Ab Herbst wird es einen Newsletter geben, indem die DRJ über das Nachwuchs-Rugby in Deutschland sowie über wichtige Termine informieren will. Langfristig kann ich mir auch vorstellen Videos über DRJ-Maßnahmen zu drehen und in den sozialen Netzwerken wie YouTube und Facebook zu verbreiten.

Wo siehst du derzeit Verbesserungsbedarf in der Öffentlichkeitsarbeit der DRJ?

Aus meiner Sicht muss die Kommunikation zwischen allen Beteiligten im Nachwuchsrugby verbessert werden, damit ich zeitnah alle zur Verfügung stehenden Informationen bekomme und entsprechend diese verbreiten kann. Die Öffentlichkeitsarbeit der DRJ darf dabei aber nicht losgelöst vom DRV betrachtet werden, sondern diese muss immer in Zusammenarbeit mit dem DRV-Pressereferenten erfolgen. Da mache ich mir aber keine Sorgen, die bisherige Zusammenarbeit ist tadellos.

Du sprichst ja die Kommunikation an. Siehst du da Probleme im DRJ-Präsidium?

Ich kenne fast alle DRJ-Präsidiumsmitglieder und die Jugendsekretärin aus meiner ersten Amtszeit. Damals war es eine angenehme und freundliche Zusammenarbeit. Von daher denke ich, dass es wieder so wird und sehe keine Probleme.

Abschließende Frage: Mitteldeutschland ist jetzt durch dich wieder im Präsidium vertreten. In welche Form wirst du den Rugby-Sport dort zukünftig als DRJ-Präsidiumsmitglied „begleiten“?

In erster Linie bin ich vom DRJT gewählt und damit allen Rugby-Vereinen gegenüber verantwortlich. Ich werde mich aber gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten beteiligen und stehe als Ansprechpartner bereit. Darüber hinaus werden die Nachwuchsaktivitäten in Mitteldeutschland natürlich auch im Rahmen meiner Tätigkeit beobachtet und bei Relevanz für die DRV-Medien verwertet.

Die Interview-Reihe wird fortgesetzt mit dem DRV-Vizepräsidenten Bundesligaspielbetrieb Jens Poff und dem Stellv. Jugendwart, Schule und Entwicklung Volker Lange-Berlin.

Bisherigen Beiträge der Interview-Reihe: DRV-Präsident Klaus Blank: “Gut gerüstet in die Zukunft gehen”

 

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